Aenaria

Ischias Verbindung zum Meer

Es gibt eine faszinierende Art, Ischia zu entdecken: die Erkundung des Meeresbodens. Diese enthüllen untergetauchte Wunder in Bezug auf die Artenvielfalt, aber auch Spuren vergangener Epochen: außergewöhnliche Stücke, die ihre Vergangenheit offenbaren können.
Und genau wie der berühmte AtlantisIn der Bucht von Cartaromana – bereits der außergewöhnliche Schauplatz der Festa a mare an den Felsen von Sant’Anna, dem Höhepunkt des Inselsommers – werden einige außergewöhnliche Artefakte aufbewahrt, die uns helfen, die Frequentierung der Insel in römischer Zeit zu verstehen, die sicherlich weniger bekannt ist als die der griechischen Epoche.
Heute wurde in dem archäologischen Gebiet, das der Oberaufsichtsbehörde für Archäologie, Kunst und Landschaft des Großraums Neapel untersteht, dank der Arbeit der Unterwasserarchäologin Alessandra Benini und einer 2011 begonnenen Ausgrabungskampagne eine zwanzig Meter lange Holzschalung freigelegt, die die Struktur eines versunkenen Hafens darstellt. Das Holz ist auf wundersame Weise intakt, ein wertvolles Zeugnis für die Sorgfalt, mit der die Römer die Kais ihrer Häfen bauten: eine äußerst wertvolle Konstruktion, die zu den größten im Mittelmeerraum gehörte.
Ein Landeplatz, der von der Bevölkerung vielleicht aufgrund eines Ausbruchs oder eines Tsunamis in aller Eile verlassen wurde. Zwischen 130 und 150 n. Chr. wurden in diesem Gebiet auch Wertgegenstände und Münzen gefunden: Waren, die für die Kolonien bestimmt waren, landeten hier. Keramiken, die Geschichten aus dem republikanischen Zeitalter, aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., erzählen oder die zu Zeugnissen des augusteischen Zeitalters, des 1. Jahrhunderts n. Chr., werden.

Etwas weiter, in der Nähe der beliebtesten Badeanstalten des Sommers, befinden sich die Überreste einer bedeutenden Seevilla mit Nymphäum und Garten im Freien: Sie gehörte höchstwahrscheinlich einem römischen Patrizier.
Um die Wunder von Aenaria kennenzulernen, können Sie die von der Vereinigung ‘Il borgo di mare’ in Zusammenarbeit mit Marina di Sant’Anna organisierten Veranstaltungen besuchen. Diese Organisation hat dank der Intuition einer Gruppe von Fischern und Bootsfahrern aus Ischia Ponte als erste an die Entdeckung von Artefakten auf dem Meeresgrund geglaubt.

Sie gehen an Bord eines Bootes mit durchsichtigem Boden, das von der Anlegestelle Corteglia in Ischia Ponte abfährt (Infos und Buchung www.ilborgodimare.com): Die Besichtigung dauert etwa 40 Minuten und schließt auch wissenschaftlich interessante Orte ein, wie die so genannten ‘Schlote’ am Fuße des Castello Aragonese, Kohlendioxidsäulen, die mit dem vulkanischen Untergrund der Insel verbunden sind, quasi ein natürliches Thermalbad in Reichweite der Posidonia oceanica. In der Zentrale von ‘Navigando verso Aenaria’ in der Via San Giovan Giuseppe della Croce wird das Erlebnis durch interaktive Videos eingeleitet.

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